Mittelrhein-Rafting
Mittelrhein-Rafting

 Tipps für das sichere Rudern/ Paddeln

 

 

1. Schauen Sie häufig genug hinter sich!
Als Ruderer schauen Sie in die Richtung, aus welcher Sie kommen. Es ist daher
lebenswichtig, dass Sie sich regelmäßig in die Ruderrichtung umblicken. Dies ist umso wichtiger, als Schiffe sich mitunter schneller fortbewegen, als Sie denken. Ein
modernes, nicht beladenes Binnenschiff kann eine Geschwindigkeit von 20 Kilometern
pro Stunde erreichen. Die größte Gefahr droht aus der Richtung, in welche Sie rudern.
Schauen Sie also häufig genug hinter sich, wenn Sie in einem Ruderboot ohne
Steuermann rudern.


2. Tragen Sie grellfarbene (orangefarbene oder gelbe) Kleidung!
Aufgrund der Tatsache, dass Sie flach über dem Wasser fahren, fallen Sie in Ihrem
schmalen Ruderboot nicht direkt auf. Mit grellfarbener (orangefarbener oder gelber)
Kleidung sind Sie entscheidend besser zu erkennen. Somit können andere Nutzer der Wasserstraße eher Rücksicht auf Sie nehmen. Nur so sind Sie sicher.

 

3. Denken Sie an den toten Winkel!
Der tote Winkel der Berufsschifffahrt kann sage und schreibe bis zu 350 Meter betragen.
Innerhalb des toten Winkels können die Schiffer Sie nicht sehen. Gehen Sie daher
immer auf Nummer sicher und sorgen Sie für eine rechtzeitige Änderung Ihres Kurses
und Ihrer Geschwindigkeit, so dass Sie sichtbar bleiben. Wenn Sie das Steuerhaus des
Binnenschiffs sehen können, kann der Schiffer auch Sie sehen.

 

4. Fahren Sie einen deutlichen Kurs!
Geben Sie rechtzeitig zu erkennen, was Sie vorhaben, fahren Sie keinen Zickzack-Kurs
und verursachen Sie keine plötzlichen Kursänderungen. Wenn Sie auf großer Entfernung
geradewegs vor einem sich nähernden Schiff herfahren, verringen Sie dann nicht
urplötzlich Ihre Geschwindigkeit. Machen Sie ausreichend Platz für die Berufsschifffahrt.
Vor allem in der Nähe von Kurven sowie in der Nähe von Hafenein- und -ausfahrten
benötigen Berufsschiffer besonders viel Platz und können nicht immer einen Sogeffekt
und Wellenschlag vermeiden. Bleiben Sie also in Kurven sowie in der Nähe von
Hafenmündungen nicht still liegen.

 

5. Kooperieren Sie beim Heran- und Vorbeifahren von Schiffen!
Setzen Sie den Rudervorgang neben oder unmittelbar vor der übrigen Schifffahrt nicht
fort. Wenn Schiffe sich Ihnen nähern oder an Ihnen vorbeifahren wollen, sollten Sie zur
Zusammenarbeit bereit sein. Machen Sie ausreichend Platz und drosseln Sie Ihre
Geschwindigkeit, aber nicht urplötzlich. Je schneller das Schiff an Ihnen vorbeigefahren
ist, desto eher werden Sie wieder sicher rudern können. Rudern Sie nur dann
nebeneinander, wenn keine anderen Schiffe in der Nähe sind.

 

6. Seien Sie besonders aufmerksam beim Einfahren in
Wasserstraßen!
Ihr Ruderboot liegt flach auf dem Wasser. Dadurch kann es vorkommen, dass Sie beim
Ausfahren aus einen Hafen - zum Beispiel aufgrund des Vorhandenseins von Buhnen -
erst gesehen werden, wenn Sie sich bereits auf der Wasserstraße befinden.

 

7. Rudern Sie nur bei guter Sicht!
Bei schlechten Sichtverhältnissen fahren Berufsschiffer mit Hilfe von Radar- und
Funkeinrichtungen. Sie sprechen sich beispielsweise über Funk miteinander ab, wie sie
aneinander vorbeifahren werden. Dies können die Berufsschiffer mit Ihnen nicht tun.
Darüber hinaus sind Ruderboote auf dem Radarschirm schlecht sichtbar. Rudern Sie
deshalb nur bei einer Sichtweite von mindestens 1000 Metern und seien Sie sich der
Gefahr bewusst, dass Schiffer Sie nicht gut sehen können. Begeben Sie sich zum Schutz
vor Regen nicht unter eine Brücke, denn dann sind Sie auf dem Radarschirm mit
Sicherheit nicht zu erkennen. Und das Rudern bei Dunkelheit sollten Sie vollkommen
unterlassen. Denken Sie niemals "Die werden mich schon sehen."!

 

8. Warnsignal
Schiffer können bei drohender Gefahr mittels eines pneumatischen Signalhorns ein
Warnsignal abgeben. Dies ist ein langer Ton von ungefähr 4 Sekunden Länge. Ein
solches Warnsignal kann auch für Sie bestimmt sein! Reagieren Sie in solch einem Fall
aufmerksam und lassen Sie den anderen Wasserstraßennutzern genügend Platz. Oder
noch besser: versuchen Sie, solche Warnsignale zu vermeiden!

 

9. Machen Sie sich die Vorschriften der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung zu Eigen!
Die Verkehrsvorschriften der jeweiligen Wasserstraßesollten Ihnen als Ruderer vertraut
sein. Auf diese Weise können Sie besser auf die jeweiligen Bedingungen reagieren.
Entlang der Wasserstraßen stehen Verkehrszeichen und Schiffer können akustische
Signale abgeben. Daher ist es wichtig, dass Sie in der Lage sind, diese Zeichen richtig
einzuordnen.

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